9.2.2019

Eines vorneweg – zur Klarstellung: Das 24:24-Unentschieden im Spitzenspiel der Damen-Bezirksoberliga zwischen der HG Zirndorf II und dem Tuspo Heroldsberg ist ein gerechtes Resultat. Es ist gerecht, weil die Heroldsberger Handballerinnen die sich ihnen bietenden Chancen (u.a. vier Siebenmeter) nicht nutzten, um „den Sack zuzumachen“; es ist auch gerecht, weil die Bayernliga-Reserve der Gastgeberinnen die ihr zur Verfügung stehenden Angriffsmittel (siehe Torschützenliste!) äußerst gewinnbringend einsetzen konnte; und es ist auch gerecht, weil der HG Zirndorf damit zumindest eine partielle Revanche für das Hinspiel gelang, in dem der Tuspo sich den Sieg doch ein wenig erschlichen hatte. Demzufolge waren nach der (abermaligen – siehe unten!) Schlusssirene auch beide Mannschaften zufrieden mit dem Ausgang der Partie…

… aber: Wer das zwar nicht immer hochklassige, aber intensive und spannende Spiel in der Biberthalle gesehen und vor allem die Schlussphase aufmerksam verfolgt hat, konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass den Tuspo-Damen Unrecht widerfahren ist – und zwar von einer Seite, die sich „unparteiisch“ nennt. Nein, die beiden Schiedsrichter haben nicht einseitig geleitet: Auch Zirndorf haderte oftmals zurecht mit inkonsequenten oder nicht nachvollziehbaren Pfiffen. Allerdings waren es die Heroldsbergerinnen, die in den letzten Angriffen mindestens dreimal durch fragwürdige Entscheidungen benachteiligt wurden.

Nacheinander wurde den Tuspo-Damen, die zwei Minuten vor Spielende mit 24:22 führten, ein Freiwurf, wenn nicht gar ein Siebenmeter verwehrt (als eine Spielerin beim Torwurf eindeutig regelwidrig bedrängt wurde), ein vermeintlicher Prellfehler attestiert (obwohl, bevor die Heroldsberger Spielerin zum zweiten Mal zugriff, eine Zirndorferin mit der Hand am Ball war) und das passive Vorwarnzeichen gezeigt (unmittelbar nach einer Auszeit durch die Heroldsberger Bank). Zirndorf konnte so mühelos zum 24:24 ausgleichen. Auch der allerletzte Gäste-Angriff endete mit einer schiedsrichterlichen Farce: Der Ball landete im Seitenaus, und ehe sich die Unparteiischen einig werden konnten, welcher Mannschaft der Ballbesitz zugesprochen werden sollte, lief die Spielzeit ab. Willkürlich wurde jedoch eine „Nachspielzeit“ von fünf Sekunden anberaumt (wozu gibt es das Time-out-Zeichen eigentlich?) und auf Einwurf für Zirndorf entschieden. Freundlicherweise unternahmen die Gastgeberinnen keinen ernsthaften Versuch mehr, einen eventuellen Siegtreffer zu erzielen. Der Aussage des Zirndorfer Trainers, dass seine Mannschaft ohne die Hilfe der Schiedsrichter am Ende wohl nicht mehr zu einem Punktgewinn gekommen wäre, ist nichts entgegenzusetzen…

Mund abputzen und weitermachen: Bereits am kommenden Wochenende steht das nächste Spitzenspiel an, wenn mit dem TSV Wendelstein die einzige Mannschaft der BOL in der Gründlachhalle gastiert (Anpfiff: Samstag, 16.2., 17:00 Uhr), die dem Tuspo im bisherigen Rundenverlauf eine Niederlage zufügen konnte. Da täte es gut, den Ärger über den Spielausgang in Zirndorf in positive Energie für die nächste Partie umzumünzen.

Tuspo: Lena Falkner, Michelle Grimm (Tor); Maren Kernstock (1), Tina Bothe (5), Sabine Ehler (1/1), Ellena von Papp (2/1), Lea Lehmann, Ribana Werner, Eva Hofmann, Alicia Heckel (6), Sandra Dummert (3/1), Kerstin Dummert (6/1).
Tore für Zirndorf: Evi Vogt (13/4) [!!!], Carolin Merkel (6), Anna Seidel (2), Renate Thürauf (1), Ann-Kathrin Lehnert (1), Kristina Schwaß (1).

Schiedsrichter: Holzammer / Laise (SpV Mögeldorf / 1. FCN Handball)
Zeitstrafen: Zirndorf 3 (Götz, Seidel, Lehnert) – Tuspo 5 (Ehler 2, von Papp, Heckel, K. Dummert)
Siebenmeter: Zirndorf 5/4 – Tuspo 8/4 [!!!].

 

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