14.12.2019

Schade: Ausgerechnet zum Abschluss des Handballjahres haben sich die Damen des Tuspo Heroldsberg ihre erste richtig schlechte Leistung der laufenden BOL-Saison gegönnt. Nach einem beinahe kollektiven Ausfall, sowohl in der Offensive wie auch in der Defensive, musste man bei der Reserve des Post SV Nürnberg eine happige 21:33-Niederlage quittieren, an deren Berechtigung es auch in dieser Höhe keinerlei Zweifel gibt.

Von Beginn an liefen die Tuspo-Damen der Musik hinterher: Zahlreiche vergebene Chancen in den ersten Minuten machten es den Gastgeberinnen leicht, an Selbstvertrauen zu gewinnen – und das nahm von Minute zu Minute zu, weil auch die Heroldsberger Abwehr (im wahrsten Sinne des Wortes) keinen Zugriff fand: Mehr als ein halbes Dutzend Mal hatte man bei den Anspielen an die Post-Kreisläuferin oder bei Abprallern vom Tor die Hand am Ball, um die Gegenspielerin dann doch noch zum Wurf kommen zu lassen. Entsprechend lag man nach einer guten Viertelstunde mit 2:7 zurück, und die Dinge sollten sich nicht zum Besseren wenden: Gelungenen Spielzügen, die dann auch zu eigenen Treffern führten, folgten prompt haarsträubende Fehler, die es der Post ermöglichten, den Vorsprung bis zur Pause zu stabilisieren.

Wer nach der Pause eine wütende Heroldsberger Reaktion erwartet hatte, sah sich getäuscht. Einige Minuten konnten die Nürnbergerinnen noch in Sichtweite gehalten werden (18:13, 38.), aber dann ging es in bekanntem Modus weiter bergab – und als die Post nach dem 25:18 sogar noch sechs Treffer in Folge erzielte, nahm das Resultat debakulöse Züge an. Selten war man auf Tuspo-Seite so dankbar für die Schlusssirene, die dem grausamen Spiel ein Ende bereitete.

So eine Partie hat man immer einmal im Laufe einer Saison – wichtig ist nur, dass die Heroldsbergerinnen jetzt nicht ins Grübeln kommen und sich auf das besinnen, was sie bislang in dieser Saison über die Erwartungen erfolgreich agieren hat lassen: Kampfgeist in der Abwehr, schnelle Aktionen im Angriff und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Eigentlich käme jetzt noch ein weiteres Spiel vor Weihnachten ganz recht, um negative Gedanken zu verscheuchen; andererseits tut die vierwöchige Pause bis zum letzten Vorrundenspiel am 11.1. in der Gründlachhalle gegen den TSV Roßtal (Anwurf um 16:00 Uhr) definitiv auch allen Spielerinnen gut.

Tuspo: Michelle Grimm, Anna Friedrich (Tor); Maren Kernstock (1), Tina Bothe (2), Lea Engelhardt (1), Amrei Werner, Alina Kaltenhäuser, Ellena von Papp (4/2), Conny Macarei (2), Eva Hofmann (1), Johanna Bux (5/1), Sarah Sörgel, Sandra Dummert, Kerstin Dummert (5).

Tore für Post SV: Corinna Busse (7/2), Claudia Täuber (5), Lara Dehm (5), Celina Rätsch (5), Carolin Fleischer (4), Beate Lorenz (2), Ronja Meine (2), Tulo Deinlein (2), Laura Lohse (1).

Schiedsrichter: Flegel / Flegel (ESV Flügelrad Nürnberg)
Zeitstrafen: Post SV 4 (Lorenz 2, Dehm, Deinlein) – Tuspo 3 (Engelhardt 2, K. Dummert)
Siebenmeter: Post SV 2/2 – Tuspo 4/3.

 

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