29.2.2020

Beim Tabellenzweiten HG Ansbach ist die Serie der Handball-Damen des Tuspo Heroldsberg gerissen: Nach zuvor sechs ungeschlagenen Spielen in der BOL kassierten die Heroldsbergerinnen mit 19:22 die erste Niederlage im Jahr 2020, nach deren Ursache nicht lange gesucht werden muss: Zu dünn war der Tuspo-Rückraum besetzt, um Zählbares aus der Bezirkshauptstadt mitnehmen zu können.

Dieses Manko war allerdings von vornherein bekannt, und so gingen die Heroldsbergerinnen mit dem Vorhaben in die Partie, aus einer stabilen Abwehr heraus über Konter zum Erfolg zu kommen – was über weite Strecken der ersten Hälfte auch glückte, als beispielsweise Johanna König derart vehement abschloss, dass es ihr gleich den Schuh auszog, oder etwa, als Lea Lehmann einen äußerst lässigen Heber zum 7:5 aus Tuspo-Sicht (22. Minute) fabrizierte. Auch die Defensive vor der stark haltenden Michelle Grimm im Tor stand mehr als ordentlich, sodass die Gastgeberinnen nur selten zu Torerfolgen kamen und erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff (tatsächlich, denn die Anzeigetafel in der Beckenweiherhalle funktionierte nicht) in Führung gehen konnten.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam durch eine Umstellung in der Ansbacher Abwehr ein wenig Sand ins Tuspo-Angriffsspiel, und die HG konnte ihren Vorsprung auf 17:13 ausbauen (45.), was auch an zwei Heroldsberger Siebenmetern lag, die am Pfosten landeten. Doch noch einmal kämpfte sich der Tuspo zurück und erzielte in Unterzahl sieben Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 18:19. Mehr ging aber an diesem Abend nicht mehr, und mit zwei weiteren Toren machten die Gastgeberinnen „den Deckel drauf“.

Mit drei Toren in Ansbach verloren – dieses respektable Ergebnis wäre zu Beginn der Saison von den Tuspo-Trainern mit Kusshand akzeptiert worden. Mittlerweile ist es aber so, dass man sich ob der zweifellos vorhandenen, aber vergebenen Chance auf einen Punktgewinn schon ziemlich geärgert hat, und zwar nicht nur wegen des eigenen Anspruchs, sondern auch aufgrund der wöchentlich absurder anmutenden Tabellenkonstellation: Die Heroldsbergerinnen rangieren mit 21:13 Punkten nach wie vor auf Platz 3; der Achte im Klassement, der TSV Roßtal, liegt indes gerade einmal zwei Punkte dahinter. Wer nun noch weiß, dass dieser 8. Rang unter Umständen nicht zum Klassenerhalt reichen könnte (nebenbei: Im letzten Jahr ist der Vorletzte [!] nicht abgestiegen), kann die Bedeutung des kommende Woche anstehenden Heimspiels gegen den TSV Rothenburg (Anwurf am Samstag, 7.3., um 15:30 Uhr in der Gründlachhalle) ermessen…

Tuspo: Michelle Grimm, Anna Friedrich (Tor); Amrei Werner, Johanna König (1), Ellena von Papp (7/1), Johanna Bux, Eva Hofmann (3), Johanna Frieser, Maren Kernstock (3), Sandra Dummert (1), Lea Lehmann (1), Kerstin Dummert (3/1).
Tore für Ansbach: Carolin Geißler (6), Nina Maurer (4), Kristina Riederer (4/3), Carina Wimmer (2), Charlotte Merkel (2), Eva-Maria Uhl (2), Daniela Ruchti (2).

Schiedsrichter: Geck / Sluick (SC 04 Schwabach)
Zeitstrafen: Ansbach 1 (Riederer) – Tuspo 2 (von Papp, Kernstock)
Siebenmeter: Ansbach 5/3 – Tuspo 5/2.

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