31.03.2022

Skifahrer kennen den Begriff „Flow“ – wenn man eine Abfahrt in einem Zug durchfährt und jeder Schwung gelingt. Dass man auch bei einem Handballspiel in einen solchen Flow geraten kann, durften die Damen des Tuspo Heroldsberg in ihrem Spiel gegen den BOL-Spitzenreiter TSV Altenberg erleben; und dieser Flow war mitverantwortlich dafür, dass man dem Aufstiegsfavoriten beim 27:27 einen Punkt abknöpfen konnte.

Zwischen der 8. Minute (Spielstand: 1:3 aus Heroldsberger Sicht) und der 18. Minute (Spielstand: 10:3 [!]) klappte schlichtweg alles, was die Tuspo-Damen anstellten: Vorne war jeder Wurf ein Treffer (selbst ein eigentlich geblockter Ball der insgesamt überzeugenden Maren Kernstock kullerte an der Altenberger Torhüterin vorbei ins Netz), und hinten wurde „Beton angerührt“. Aber wie jede Skiabfahrt war auch diese perfekte Phase irgendwann zu Ende: Altenberg berappelte sich und kam wieder heran, bemüht, die eigentlichen Kräfteverhältnisse (das Hinspiel hatte der Tuspo mit 13 Toren Differenz verloren!) erneut herzustellen…

 …was den Gästen auch spätestens nach 36 Minuten gelungen war, als sie den Anschlusstreffer zum 16:15 erzielen konnten. Doch die Heroldsbergerinnen hatten Blut geleckt, glaubten – allen voran Sandra Dummert (7 Tore) und Johanna Bux (8), die nach kurzer Eingewöhnung spielte, als wäre sie nicht die letzten beiden Monate im Norden umhergereist, aber auch Clara Paetzold, der man nie anmerkte, dass sie ihr allererstes Damen-Spiel bestritt – an die Möglichkeit, aus diesem Spiel etwas Zählbares mitzunehmen und konterten auch die nach langer Zeit erste Altenberger Führung (24:25, 53.), indem Michelle Grimm im richtigen Moment zwei Siebenmeter hielt. Letztlich bestand sogar die Gelegenheit zu einem Tuspo-Sieg, aber auch das Unentschieden sorgte für große Zufriedenheit im Heroldsberger Lager – ganz im Gegensatz zu den nach dem Schlusspfiff recht griesgrämig dreinblickenden Gästen, die mit dem Punktverlust ihren Vorsprung auf Rothenburg eingebüßt hatten.

Eventuell wird dieser unverhofft errungene Zähler in der Endabrechnung für die Heroldsbergerinnen noch sehr wichtig – Genaueres weiß man darüber aber erst, wenn Mögeldorf seine zahlreichen Nachholspiele (Kandidat für das „Unwort des Jahres“?), unter anderem gegen die Tuspo-Damen (voraussichtlich in der letzten April-Woche), ausgetragen hat.

Tuspo: Michelle Grimm, Anna Friedrich (Tor); Elsa Bauer, Clara Paetzold, Johanna Bux (8/3), Johanna König (2), Katharina Singer, Maren Kernstock (5), Sarah Sörgel (1), Sandra Dummert (7/2), Kerstin Dummert (4).
Tore für Altenberg: Ellena von Papp (6/4), Julija Spirkovski (4), Julia Kohl (4), Pia Söhnlein (4), Emma Söhnlein (4), Tatjana Beyer (4), Nadia Fuchs (1).

Schiedsrichter: Riese (HG Ansbach)
Zeitstrafen: Tuspo 3 (Paetzold, Kernstock, Sörgel) – Altenberg 3 (P. Söhnlein 2, Kohl)
Siebenmeter: Tuspo 6/5 – Altenberg 6/4.

 

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