Aktuelles der Handball-Abteilung

01.05.2022

Am Ende einer insgesamt seltsamen, sportlich aber dennoch leidlich zufrieden stellenden Saison in der Handball-BOL Mittelfranken stand für die Tuspo-Damen eine letztlich ebenso seltsame Niederlage im für die Heroldsbergerinnen bedeutungslosen Auswärtsspiel bei der SpV Mögeldorf, die sich indes dadurch noch auf den vierten Rang im Staffelklassement vorschieben konnte. Möglicherweise war für den Spielausgang entscheidend, dass der Tuspo-Trainer den Schiedsrichtern bei der technischen Besprechung allzu deutlich gesagt hatte, dass es für seine Mannschaft um nichts mehr geht… aber dazu später mehr!

Im Fußball gibt es „typische Unentschieden“. Analogien zum Handball sind in dieser Hinsicht schwierig, aber ein Spiel, das in diese Kategorie passen würde, entwickelte sich in Mögeldorf: Es war ein Hin und Her zwischen „schon wollen, aber nicht so recht können“ (bei den Gastgeberinnen) und „schon können, aber nicht so recht wollen“ (beim Tuspo). Entsprechend oft leuchtete ein Gleichstand von der Anzeigetafel – beispielsweise zur Pause (14:14). Die einzige Gelegenheit, sich einmal deutlicher abzusetzen (als man mit 24:21 führte, 51.), verbaselten die Heroldsbergerinnen durch leichte Fehler.

Es ging also auf Augenhöhe in die letzten Minuten, ehe zumindest einer der zuvor nicht unbedingt souverän, aber insgesamt unauffällig leitenden Schiedsrichter sich an das Gespräch vor Spielbeginn zu erinnern schien: Mit drei aufeinanderfolgenden, ziemlich haarsträubenden Entscheidungen (etwa ein als Torschiedsrichter erkanntes Stürmerfoul im Rückraum, während der Feldschiedsrichter der angreifenden Mannschaft einen Freiwurf zubilligen wollte) zu Ungunsten der Heroldsbergerinnen gestattete man es der SpV Mögeldorf, beide Punkte auf die Habenseite zu bringen.

Doch von diesem ärgerlichen Schlussakkord ließ man sich im Tuspo-Lager nicht lange beirren und beschloss, nachdem das scheidende Trainerteam seinen Ausstandskasten in der Kabine platziert hatte, die Runde mit einem Besuch auf dem Volksfest. Auch im nächsten Jahr kann also Bezirksoberliga-Damenhandball in Heroldsberg gespielt werden – welches Gesicht die dann auflaufende Truppe haben wird, werden die kommenden Monate zeigen.

Tuspo: Anna Friedrich, Michelle Grimm (Tor); Conny Macarei (6/1), Nadine Jentsch, Johanna Bux (10/5), Katharina Singer (1), Maren Kernstock, Sarah Sörgel (3), Sandra Dummert (1), Kerstin Dummert (4).
Tore für Mögeldorf: Raphaela Pfund (9), Franziska Arndt (7/2), Tammy Waldhauser (5), Rebecca Weber (1), Anika Mifka (1), Stefanie Kraus (1), Romina Feuchter (1), Vanessa Ochsendorf (1).

Schiedsrichter: Längst / Längst (HBC Nürnberg)
Zeitstrafen: Mögeldorf 3 (Weber, Ochsendorf, Waldhauser) – Tuspo 0
Siebenmeter: Mögeldorf 2/2 – Tuspo 6/6.

31.03.2022

Skifahrer kennen den Begriff „Flow“ – wenn man eine Abfahrt in einem Zug durchfährt und jeder Schwung gelingt. Dass man auch bei einem Handballspiel in einen solchen Flow geraten kann, durften die Damen des Tuspo Heroldsberg in ihrem Spiel gegen den BOL-Spitzenreiter TSV Altenberg erleben; und dieser Flow war mitverantwortlich dafür, dass man dem Aufstiegsfavoriten beim 27:27 einen Punkt abknöpfen konnte.

Zwischen der 8. Minute (Spielstand: 1:3 aus Heroldsberger Sicht) und der 18. Minute (Spielstand: 10:3 [!]) klappte schlichtweg alles, was die Tuspo-Damen anstellten: Vorne war jeder Wurf ein Treffer (selbst ein eigentlich geblockter Ball der insgesamt überzeugenden Maren Kernstock kullerte an der Altenberger Torhüterin vorbei ins Netz), und hinten wurde „Beton angerührt“. Aber wie jede Skiabfahrt war auch diese perfekte Phase irgendwann zu Ende: Altenberg berappelte sich und kam wieder heran, bemüht, die eigentlichen Kräfteverhältnisse (das Hinspiel hatte der Tuspo mit 13 Toren Differenz verloren!) erneut herzustellen…

 …was den Gästen auch spätestens nach 36 Minuten gelungen war, als sie den Anschlusstreffer zum 16:15 erzielen konnten. Doch die Heroldsbergerinnen hatten Blut geleckt, glaubten – allen voran Sandra Dummert (7 Tore) und Johanna Bux (8), die nach kurzer Eingewöhnung spielte, als wäre sie nicht die letzten beiden Monate im Norden umhergereist, aber auch Clara Paetzold, der man nie anmerkte, dass sie ihr allererstes Damen-Spiel bestritt – an die Möglichkeit, aus diesem Spiel etwas Zählbares mitzunehmen und konterten auch die nach langer Zeit erste Altenberger Führung (24:25, 53.), indem Michelle Grimm im richtigen Moment zwei Siebenmeter hielt. Letztlich bestand sogar die Gelegenheit zu einem Tuspo-Sieg, aber auch das Unentschieden sorgte für große Zufriedenheit im Heroldsberger Lager – ganz im Gegensatz zu den nach dem Schlusspfiff recht griesgrämig dreinblickenden Gästen, die mit dem Punktverlust ihren Vorsprung auf Rothenburg eingebüßt hatten.

Eventuell wird dieser unverhofft errungene Zähler in der Endabrechnung für die Heroldsbergerinnen noch sehr wichtig – Genaueres weiß man darüber aber erst, wenn Mögeldorf seine zahlreichen Nachholspiele (Kandidat für das „Unwort des Jahres“?), unter anderem gegen die Tuspo-Damen (voraussichtlich in der letzten April-Woche), ausgetragen hat.

Tuspo: Michelle Grimm, Anna Friedrich (Tor); Elsa Bauer, Clara Paetzold, Johanna Bux (8/3), Johanna König (2), Katharina Singer, Maren Kernstock (5), Sarah Sörgel (1), Sandra Dummert (7/2), Kerstin Dummert (4).
Tore für Altenberg: Ellena von Papp (6/4), Julija Spirkovski (4), Julia Kohl (4), Pia Söhnlein (4), Emma Söhnlein (4), Tatjana Beyer (4), Nadia Fuchs (1).

Schiedsrichter: Riese (HG Ansbach)
Zeitstrafen: Tuspo 3 (Paetzold, Kernstock, Sörgel) – Altenberg 3 (P. Söhnlein 2, Kohl)
Siebenmeter: Tuspo 6/5 – Altenberg 6/4.

 

25.3.2022

9:7! Nein, das war kein Zwischenstand, sondern das Verhältnis der aufbietbaren Spielerinnen beider Mannschaften im (wieder einmal!) Nachholspiel der Handball-Bezirksoberliga zwischen den Damen des Tuspo Heroldsberg und deren Namensvetter aus Nürnberg. Während die Gäste also mit der absoluten Minimalanzahl auskommen mussten, hatten sich immerhin acht Heroldsberger Damen und die B-Jugendliche Laura Friedrich (die sich leider im tags darauf ausgetragenen Jugendspiel schwer verletzte und länger ausfallen wird – gute Besserung auch von dieser Stelle!) zum Dienst gemeldet. Welchen Sinn das unter der Woche verschickte Schreiben der Bezirksspielleitung hat, demzufolge „die Saison […] zu einem wertbaren Abschluss zu bringen“ ist und alle Spiele gespielt werden müssen, sei dahingestellt…

Der Spielfilm der Partie am Freitagabend in der Gründlachhalle, die von erfreulich / überraschend vielen Zuschauern verfolgt wurde, ist recht schnell erzählt: Die Heroldsbergerinnen legten einen Blitzstart hin (3:0 nach nicht einmal 2 Minuten) und gestatteten, auch weil Michelle Grimm sechs (!) von acht Gäste-Strafwürfen parieren konnte, Tuspo Nürnberg nie den Ausgleich. Sukzessive wurde die Heroldsberger Führung ausgebaut, und nach gut 50 Minuten zeigte die Anzeigetafel mit 23:13 den größten Vorsprung an. Das Improvisieren mit einem dezimierten Kader war den Heroldsbergerinnen offenbar besser gelungen als dem Gast aus Nürnberg.

Zwei Spiele stehen für die Tuspo-Damen noch auf dem offiziellen Plan – wenig erstaunlich beides Nachholspiele: Am nächsten Donnerstag (31.3., Anpfiff: 20:00 Uhr) empfangen sie den Tabellenführer TSV Altenberg, der kürzlich in Rothenburg unerwartet patzte; wann die Partie in Mögeldorf, die wahrscheinlich darüber entscheiden wird, wer als Dritter die Saison beschließen kann und wer als Vierter in die Abstiegsrelegation muss, ausgetragen wird, steht noch in den Sternen – ebenso wie die Aufstellung, mit der die Tuspo-Damen zu diesen Spielen antreten werden.

Tuspo: Michelle Grimm (Tor); Lea Engelhardt (4), Laura Friedrich, Johanna König (3), Lea Lehmann (1), Maren Kernstock (4), Sarah Sörgel (2), Sandra Dummert (3/3), Kerstin Dummert (9).
Tore für Tuspo Nürnberg: Lea Hofmann (6/1), Isabel Schwangler (3), Sonja Flierl (3), Meike Irzik (3), Ricarda Schmeiser (2).

Schiedsrichter: Kardos (TSV Altenberg)
Zeitstrafen: Tuspo Hero 1 (König) – Tuspo Nbg. 0
Siebenmeter: Tuspo Hero 3/3 – Tuspo Nbg. 8/2 [!]

 

06.03.2022

Im kurzfristig anberaumten Nachholspiel der Handball-BOL mussten die Damen des Tuspo Heroldsberg eine 22:27-Niederlage gegen den TSV 2000 Rothenburg hinnehmen und damit erstmals seit mehr als 2 Jahren einer Gastmannschaft gestatten, beide Punkte aus der Gründlachhalle mitzunehmen. Ausschlaggebend für den Spielverlust war – wie schon bei der Partie zuvor in Altenberg – die sehr dünne Personaldecke der Heroldsbergerinnen.

Im ersten Durchgang konnte der Tuspo die Partie gegen die „Tauber-Ladies“ offen halten; ja, gestützt auf eine hervorragend parierende Michelle Grimm im Tor, lag man sogar über weite Strecken knapp in Front. Verantwortlich dafür zeichnete vor allem das gute Zusammenspiel zwischen Conny Macarei und Sandra Dummert, aber auch Kerstin Dummert konnte sich wiederholt gut in Szene setzen. Mit einem insgesamt leistungsgerechten 12:12 ging es in die Kabinen.

Aus der ersten Hälfte hatten dann aber offenbar die Gäste die richtigen Schlüsse gezogen: Während die Heroldsbergerinnen die Rothenburger Angriffsachse um Julia und Charlotte Riedel trotz etlicher Abwehrvarianten nie richtig in den Griff bekam, stand die TSV-Defensive nun massierter im Zentrum und erschwerte es dadurch den Tuspo-Damen, zum Torerfolg zu gelangen. Sukzessive konnten sich die Gäste absetzen und lagen nach 50 Minuten deutlich mit 25:16 vorne. In der Schlussphase war allenfalls Heroldsberger Ergebniskosmetik möglich, an der sich indes auch Laura Friedrich mit ihrem ersten Damen-Tor beteiligte.

Somit müssen sich die Tuspo-Handballerinnen endgültig nach unten orientieren: Das schon im letzten Bericht angekündigte Auswärtsspiel bei der SpV Mögeldorf am 13.3. wird richtungsweisenden Charakter dafür haben, ob die Heroldsbergerinnen an den Abstiegs-Playoffs teilnehmen werden. Noch haben sie es in der eigenen Hand, dies zu vermeiden…

Tuspo: Anna Friedrich, Michelle Grimm (Tor); Elsa Bauer, Conny Macarei (9/5), Nadine Jentsch, Laura Friedrich (1), Johanna König, Katharina Singer (1), Maren Kernstock, Sandra Dummert (7), Kerstin Dummert (4/2).
Tore für Rothenburg: Charlotte Riedel (12/1), Julia Riedel (4), Sophie Burger (3), Anna Hanselmann (3), Annika Eisenhuth (2), Tabea Gehring (1), Hannah Geuder (1), Eva Ehrlinger (1).

Schiedsrichter: Krüger (SpV Mögeldorf)
Zeitstrafen: Tuspo 1 (Kernstock) – Rothenburg 4 (Gehring 2, C. Riedel, J. Riedel)
Siebenmeter: Tuspo 8/7 – Rothenburg 4/1.

 

20.2.2022

Das allenfalls tabellarische Spitzenspiel (Erster gegen Zweiter) der Damen-BOL Gruppe 2 nahm für die Handballerinnen des Tuspo Heroldsberg den erwarteten Ausgang: Beim designierten Aufsteiger TSV Altenberg kassierte man eine am Ende doch sehr deutliche 23:36-Niederlage. Vorhersehbar war dieses Resultat in erster Linie deshalb, weil die Tuspo-Damen aus unterschiedlichsten Gründen mit einer absoluten Rumpftruppe antraten; etwas zu hoch war der Spielausgang indes trotzdem, weil die Heroldsbergerinnen wenige Minuten vor Schluss „nur“ mit sechs Toren im Hintertreffen lagen, bevor die zweifellos verdienten Siegerinnen aus Altenberg mit einem 7:0-Lauf den Endstand herstellten.

Bereits in der ersten Hälfte machte sich das Heroldsberger Hauptmanko des (zu) dünnen Kaders bemerkbar, denn die Tuspo-Damen kamen zwar immer wieder zu schön herausgespielten Treffern, konnten aber den Gastgeberinnen nicht über die gesamte Spielzeit Paroli bieten. Da zudem das Spielglück nicht gerade auf Heroldsberger Seite war („Pfosten und raus“ hier, „Innenpfosten und rein“ dort), stand schon zur Pause ein 11:17-Rückstand auf der Anzeigetafel.

Diese Differenz hatte bis zur 53. Minute Bestand (23:29), da Maren Kernstock wiederholt Bälle in der Abwehr ergatterte, Kerstin Dummert und Conny Macarei mit großem Einsatz Torgelegenheiten vorbereiteten, die immer wieder von Lea Lehmann und Sandra Dummert (und einmal auch von Katharina Singer, die nach ihrem ersten Pflichtspieltor bei den Damen für eine Bierspende sorgen muss) in Tore umgemünzt wurden. Insgesamt aber bot vor allem die Tuspo-Defensive dem TSV Altenberg zu wenig Widerstand, mochten sich die drei Jugendspielerinnen Laura Friedrich, Elsa Bauer und Nadine Jentsch auch nach besten Kräften bemühen.

In dieser ihn jeder Hinsicht kuriosen Saison scheint außer Platz 1 für Altenberg nichts gewiss in der Heroldsberger BOL-Staffel. Insofern bleibt spannend, wer sich das Tuspo-Trikot beim (voraussichtlich) nächsten Auftritt der Damen am 13.3. (Anpfiff um 16:00 Uhr) bei der SpV Mögeldorf überstreifen wird.

Tuspo: Anna Friedrich, Michelle Grimm (Tor); Maren Kernstock (5), Elsa Bauer, Nadine Jentsch, Lea Lehmann (3), Katharina Singer (1), Conny Macarei (6/2), Kerstin Dummert (3), Sandra Dummert (5), Laura Friedrich.
Tore für Altenberg: Julia Kohl (10/3), Ellena von Papp (7/2), Emma Söhnlein (6), Julija Spirkovski (4), Tatjana Beyer (4), Lara Zeise (2), Stefanie Porley (2), Leonie Carl (1).

Schiedsrichter: Bastian / Müller (TV Dietenhofen / HC Cadolzburg)
Zeitstrafen: Altenberg 2 (Zeise, Löslein) – Tuspo 0
Siebenmeter: Altenberg 6/5 – Tuspo 3/2.

 

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